ElaLogues - Elektroakustische Dialoge #2
So, 24.05. mit Ingeborg Freytag (Violine & Perkussion), Benjamin Stache (Klangobjekte Erwin Stache) & Hendrik Herchenbach (Klangobjekte, Elektronik)

Ingeborg Freytag entstammt einer Musikerfamilie und erhielt eine umfangreiche Instrumental-, Gesangs- und Improvisationsausbildung in Klassik, Jazz und Global Music. Als Multimusikerin, Sängerin und Klangkünstlerin bewegt sie sich in genreübergreifenden Spielräumen zwischen künstlerischer Arbeit, kultureller Bildung, digitalen und analogen Formaten. Dabei schöpft sie aus immer wieder erneuerten und erweiterten Erfahrungsquellen und -wurzeln in Neoklassik, Jazz, Global Influences, Urban Rituals und einer zeitgenössischen Musikauffassung, die Traditionen, Grenzen und Regeln kennt und spielerisch interpretiert - oder bewusst außer Kraft setzt.
Die innovative Spiel- und Aufführungspraxis der freien Improvisation bzw. Spontankomposition ist wie keine andere geeignet, aktuelle Ereignisse/ Stimmungslagen/ Momentaufnahmen aufzugreifen und in ein künstlerisches Ereignis zu transformieren. Ländliche und urbane Lebenswelten, die sozialen Beziehungen der Menschen, archaische und artifizielle Ausdrucksformen der Gesellschaft in Tönen und (Klang)Bildern aufzunehmen, zu wandeln und wiederzugeben, betrachtet Ingeborg Freytag als künstlerische Herausforderung, philosophisches Grundrauschen und kreativen Impuls. Das Ergebnis ist die Erschaffung von ortsbezogener Musik, inspiriert durch die Präsenz des Publikums und mit einem klaren Anker in der Zeit.
Benjamin Stache, Musiker, aufgewachsen bei Leipzig in einem Haus voller skurriler Klangmaschinen. Für ihn war das Absurde seit jeher normal. Er musizierte von klein auf mit Murmelzithern, Wählscheibentelefonen, MIDI-Schalthebeln und vielem mehr. Ergänzend dazu erhielt er Geigenunterricht. 2002 trat er dem an seiner Schule neuen Ensemble Atonor bei (damals AG Klangexperimente), das sich auf das vielfältige Instrumentarium des Ensemblegründers, seines Vaters Erwin Stache, spezialisiert hatte. Ab 2008 entwickelte die Gruppe sich aus dem schulischen Kontext heraus hin zu einem eigenständigen Ensemble, dessen Leitung er fortan übernahm. Parallel dazu begann er ein Studium der Sinologie in Leipzig und schloss es in Berlin ab. Für das Ensemble, das europaweit auftritt, komponiert er fortlaufend neue Stücke. Darüber hinaus ist er unter anderem im Bereich der kulturellen Bildung künstlerisch aktiv. In Workshops bringt Benjamin Stache Kindern und Jugendlichen das näher, was er von klein auf selbst vor Augen und Ohren hatte.